Die Kathedrale

Die Kathedrale wurde 1979 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Die Kathedrale "Notre-Dame de Chartres" spiegelt die Kunst des 12. und 13. Jahrhunderts wieder.

Die Kathedrale besitzt, einzigartig in Frankreich, neun mit Skulpturen verzierte Portale (insgesamt 4 000 Figuren), und 2 600 m² Buntglasfenster, (auf denen Szenen aus der Bibel und dem Leben Heiliger dargestellt sind), die aus dem 12. und 13. Jahrhundert stammen.

 

Die wichtigste Dimension

  • Gesamtlänge des Langhauses: 32,80 m
  • Gesamtlänge: 130,20 m
  • Höhe des South Tower (Alte Glocke): 103 m
  • Höhe des North Tower (neue Glocke): 112 m
  • Querschiff Länge: 64 m
  • Nave der Länge genommen achsweise in Flor: 16,40 m
  • Gesamtlänge des Langhauses: 32,80 m
  • Querhaus: 13,99 m
  • Höhe der großen westlichen Fenster: 10,94 m
  • Durchmesser der westlichen Rose: 12,18 m

DIE KIRCHENFENSTER

Insgesamt bedecken 172 außergewöhnliche und farbenprächtige Kirchenfenster eine Fläche von 2.600 m².

Ihr Alter und ihre Schönheit machen sie zur wertvollsten Sammlung an Kirchenfenstern in Europa. Meisterglaser haben hier im 12. und 13. Jahrhundert ihr ganzen Können zum Ausdruck gebracht. Die ältesten Fenster, berühmt für ihr ungewöhnliches Blau, stammen aus dem 12. Jahrhundert. Wie ein echtes Bilderbuch erläutern sie die Bibel oder das Leben der Heiligen und tragen das Merkmal ihrer Spender: die Wappen der großen Familien oder Szenen aus dem Berufsalltag der Zünfte.

DIE PORTALE

Bildunterschrift: Ansicht eines Teils des Königsportals

Die drei Portale der Kathedrale – im Westen, das Königsportal (1145 - 1170), im Norden das der Allianz (1220 - 1230) und im Süden das der Kirche (1220 - 1230) – ermöglichen die Genauigkeit und die Feinheit der Arbeit der Chartreser Bildhauer zu ermessen, die miteinander um Perfektion im Detail wetteiferten.

Die dargestellten Szenen spiegeln die christliche Philosophie jener Zeit wieder und stellen eine Art "Katechismus in Bildern" dar.

Beim Königsportal fällt vor allem die Feinheit der Jungfrau Maria mit dem Kind auf rechte Seite oder die Reinheit der Züge des thronenden Christus Mitte. Das linke Portal mit den Monaten im Arbeits-Jahreskreis veranschaulicht das tägliche Leben im 12. Jahrhundert.

 

DAS LABYRINTH

Die Kathedrale von Chartres besitzt ein prachtvolles Exemplar jener Labyrinthe, die man auch in anderen Kirchen finden kann. Es befindet sich auf dem Boden des Kirchenschiffs und stammt aus der Zeit um 1200. Zu gewissen Zeiten im Jahr kann man es so sehen, wie es im 13. Jahrhundert war, da es nie einer Restauration unterzogen wurde. Das Labyrinth ist kreisförmig und wird von in den Boden eingelassenen Steinplatten aus Berchères und schwarzem, streifenförmigen Marmor gebildet. Es hat eine Gesamtlänge von 261,5 Metern, die die Pilger im Mittelalter betend, als eine Art Wallfahrt - eine symbolische Wallfahrt nach Jerusalem, abliefen.